rpA-Veranstaltungen

Fortbildungsangebote der religionspädagogischen Arbeitsgemeinschaft Heilbronn/Öhringen

In der religionspädagogischen Arbeitsgemeinschaft bieten das Katholische Schuldekanatamt Heilbronn und die Büros der evangelischen Schuldekane Heilbronn/Brackenheim und Öhringen/Neuenstadt ein gemeinsam verantwortetes Fortbildungsprogramm an.

Unser aktuelles Fortbildungsprogramm im 1. Schulhalbjahr 2019/20

1. Frieden bilden ... aber wie?
    Friedensbildung in der Schule

Dienstag, 8. Oktober 2019, 14:30 bis 17:00 Uhr
Hans-Rießer-Haus, Am Wollhaus 13, Heilbronn
für alle Schularten
Referentin: Hannah Geiger, ptz Stuttgart
Leitung: Marita Wolfram, Studienleiterin HN, Jürgen Heuschele, ev. Schuldekan HN

Konflikte in der Welt, in unserer Gesellschaft, an unseren Schulen prägen unseren Alltag. Die Jahreslosung aus Psalm 34,15 „Suche den Frieden und jage ihm nach!“ ruft uns auf, nicht nachzulassen uns für den Frieden einzusetzen. Aber wie geht das konkret? Und in der Schule?
Hannah Geiger arbeitet im ptz Stuttgart im Bereich Friedenspädagogik. An diesem Nachmittag wird sie uns in die christliche Friedensbildung einführen. Konzepte werden vorgestellt und Begrifflichkeiten geklärt. Es wird aufgezeigt, wo diese Thematik an die Bildungspläne anknüpft.
Es werden exemplarische und kreative Unterrichtsimpulse aus dem Bereich der Friedensbildung für den Religionsunterricht vorgestellt. Diese sind ebenfalls im Konfirmandenunterricht und in Firmgruppen einsetzbar.
Eine Materialbörse, Materialverweise und Ideen für die GS und SEK I werden bei der Umsetzung in die Praxis von Schule und Unterricht helfen.

Anmeldeschluss: 30. September 2019

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2. Geplant hatte ich es anders ...
    
Inklusion im RU bleibt eine Herausforderung

Mittwoch, 27. November 2019, 14:30 bis 17:00 Uhr
Hans-Rießer-Haus, Am Wollhaus 13, 74072 Heilbronn
für alle Schularten
Referent: Tobias Haas, kath. Religionspädagoge
Leitung: Jörg Spahmann, ev. Schuldekan Öhringen, Steffen Bäuerle, Studienleiter Öhringen

Verschiedene Formen der Einschränkung machen es erforderlich, verschiedene Zugänge zu finden. Wie finde ich Zugänge für ein Kind mit Autismus? Wie werde ich Kinder mit einer geistigen Entwicklungsverzögerung gerecht? Wie viel Hintergrundwissen ist für gute Zugänge erforderlich? Nach einem spielerischen Zugang zum Thema Inklusion nehmen wir ganz praktische Umsetzungsmöglichkeiten in den Blick: wie unterstützen Rituale und Kooperationsaufgaben den Unterricht; wie schaffen ungewöhnliche Materialien, z.B. Meterstäben zum Erzählen von Geschichten oder gemeinschaftsfördernde Materialien, z.B. „Das Band“, vielfältige Zugänge. In Kleingruppen wird unter fachlicher Begleitung daran gearbeitet, welcher Zugang in der eigenen konkreten Situation hilfreich sein kann.

Ganz konkrete Tipps sollen Mut machen, die Herausforderungen anzugehen, die große Bandbreite von Stärken und Schwächen der Kinder und Jugendlichen unter einen Hut zu bringen. Wenn im Laufe des Nachmittags irgendwann der Gedanke durch den Kopf geht: „das ist ja für alle gut“, dann ist ein wesentliches Grundanliegen der Inklusion erfüllt.

An dieser Fortbildung werden die Inklusionsberatenden der Evang. Landeskirche beteiligt sein. Sie sind für Unterstützungsanfragen an diesem Nachmittag ansprechbar. Gerne können Sie konkrete Situationen und Fragestellungen mitbringen. Außerdem wird Marisa Langsam vom Fachseminar für Sonderpädagogik Schwäbisch Gmünd für alle Jägerinnen und Sammler ihre Schatzkammer öffnen und viele inklusive Methoden und Materialien zum Ansehen und Nachahmen bereitstellen.

Anmeldeschluss: 18. November 2019

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3. Loblied auf Gott, den Schöpfer des Lebens
    Ein Unterrichtsmodell für Kl. 3/4 - 8/9

Mittwoch, 15. Januar 2020, 14:30 bis 17:00 Uhr
Heinrich-Fries-Haus, Bahnhofstr. 13, Heilbronn
für alle Schularten
Referent: Thomas Schmitz, kath. Schuldekan Heilbronn

Wer Gen 1,1-2,4a aus der Perspektive der Israeliten im babylonischen Exil liest, erkennt schnell, dass es sich um die Vision von einer besseren Zukunft handelt. Für die meisten Israeliten bedeutete die Zerstörung des Tempels nicht nur das Ende des Königreichs Israel, sondern das Ende ihrer Religion. Eine kleine Gruppe von Priestern und Schriftgelehrten konnte das nicht einfach hinnehmen.
Mit alten, überarbeiteten und mit neuen Schriften wollten sie den Zusammenhalt der Israeliten stärken und die Hoffnung auf eine baldige Rückkehr in die Heimat durch den erneuerten Glauben an Jahwe beleben. Der Hymnus auf Jahwe, den Schöpfer des Lebens wird dieser Reformbewegung zugeschrieben. Die hier vorgestellte Unterrichtseinheit nimmt diese theologische Perspektive auf und entfaltet Gen 1,1-2,4a so, dass Kinder und Jugendliche das Loblied auf Gott, den Schöpfer des Lebens nicht als Geschehen in einer fernen Vergangenheit verstehen lernen, sondern als das Wirken Gottes, das sie jeden Tag erleben und auf ihr eigenes Dasein und auf ihre eigene Lebenswelt beziehen können.

Anmeldeschluss: 10. Januar 2020

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Religionspädagogische Tagung

Hiob - der Mensch im Leid
Thema und Theologie des Hiobbuches & praktische Umsetzung im Religionsunterricht

ab Freitag, 15. November 2019,14:30 Uhr bis Samstag, 16. November 2019, 13:30 Uhr
ev. Tagungsstätte Löwenstein, Altenhau 57, 74245 Löwenstein
für alle Schularten
Referentin und Referenten: Prof. Dr. Bernhard Mutschler, Ev. Hochschule Ludwigsburg; Karin Hank, Religionspädagogin und Studienleiterin; Thomas Schmitz, kath. Schuldekan

Leitung: Jörg Spahmann, ev. Schuldekan Öhringen; Steffen Bäuerle, Studienleiter Öhringen

Menschen sind zu allen Zeiten von Schmerz und Leid geplagt. Eine theologische Auseinandersetzung damit hat früh begonnen. Das alttestamentliche Buch Hiob ist zum bedeutendsten Denkmal in Theologie und Literatur geworden.
Hiob ist zur wichtigsten Gestalt eines Menschen im Leid geworden. Vieles wird auf ihn bezogen und mit seiner Hilfe bearbeitet. Daher sprechen wir von Hiobsbotschaften, Hiobsnachrichten, Hiobsleiden oder einer Hiobsgestalt. Doch wer war Hiob, und was kennzeichnet sein Buch?
Themen der Fortbildung sind u.a. die Hioberzählung im Überblick, die „Person“ Hiobs, die Eigenheit des Hiobbuches, Fragen nach Gottes Gerechtigkeit (Theodizee), eine Vielfalt von Antwortmöglichkeiten darauf, eine kleine Geschichte zur „Entstehung des Teufels“, Scheitern und Misslingen.

Prof. Dr. Bernhard Mutschler

Workshops

Workshop Grundschule mit Karin Hank:
Hiob - eine Geschichte für die Grundschule?

Ein erster Blick in das Buch Hiob und den Gedanken an Grundschulkinder provoziert ein spontanes Kopfschütteln: Kinder sind sensibel und müssen geschützt werden. Die Beschäftigung mit dem Buch Hiob in der Grundschule ist ein umstrittenes Thema. So findet inzwischen beispielsweise in einigen Kinderbibeln die Geschichte von Hiob Eingang (Laubi, Weth, Wiemer, Oberthür, Steinkühler), andere bibeldidaktische Ansätze lehnen die Beschäftigung mit Hiob und sogar dem Thema Leid grundsätzlich in der Primarstufe ab.
Doch das Buch Hiob erzählt von einem Menschen, der seine Klage an Gott richtet, der sich mit seinen Freunden auseinandersetzt, der ein Bedürfnis nach Trost hat, der im Leid (zunächst?) an Gott festhält. Dies alles sind Themen, die auch Grundschulkinder haben: Wie gehe ich mit Leid um? Wie stelle ich mir Gott vor? Darf ich Gott „anklagen“? Was tröstet mich und andere? Was ist Freundschaft? uvm. Diese Inhalte finden sich auch als Kompetenzen im Bildungsplan 2016. So könnte das Buch Hiob mit seinen Erfahrungen vielleicht doch ein Anreiz sein? Und gleichzeitig bleiben Themen offen, die für Kinder (und uns?) schwierig sind: Die Figur des Satans oder Hiobs „neue“ Kinder.
Im Workshop ziehen wir den roten Faden mit konkreten methodisch-didaktischen Ideen durch die Geschichte von Hiob und probieren mehrere Bausteine für den Unterricht in der Grundschule aus.

Workshop Sek I mit Thomas Schmitz:
Das Leben im "Garten" - ein Unterrichtsbeispiel für Klasse 9

Die Frage nach der Theodizee, also der Gerechtigkeit Gottes, bzw. der Rechtfertigung Gottes, hängt unlösbar an unseren Vorstellungen von Gott. Ob und wie Jugendliche diese Frage stellen wird in dem vorgestellten und in einer 9. Klasse erprobten Unterrichtsbeispiel sichtbar. Die Annäherung an die Gotteskonzepte der Jugendlichen erfolgt über den Text Gen 2, 8-16. Diese Erzählung vom Garten Eden stellt den Lebensraum der Menschen als Kosmogramm vor, als Abbild einer göttlichen Ordnung auf Erden.
Wenn die Symbolik des Gartens mit den Jugendlichen erschlossen ist, malen oder zeichnen sie ihren eigenen „Garten“. Die so entstandenen Lernprodukte der Schülerinnen und Schüler werden zum Ausgangspunkt der weiteren Überlegungen. Der eigene Garten wird mit der Erfahrung von eigenem oder fremdem Leid in Verbindung gebracht und führt schließlich zu sehr persönlichen Positionierungen bei der Frage nach dem Zusammenhang von Gott und Leid: „Lässt Gott leiden?“ Vielfältige Andockstellen für weitere biblische und theologische Gedankengänge werden auf diese Weise von den Schülerinnen und Schülern selbst angeboten.
In unserem Workshop stellen wir Ihnen das Unterrichtsvorhaben vor. Einzelne Methoden können Sie dabei am eigenen Leib erfahren und ggf. in Ihr Repertoire übernehmen. Darüber hinaus möchten wir mit Ihnen über dieses Modell ins Gespräch kommen und den didaktischen Gewinn dieser Arbeitsweisen untersuchen.

Unser Referent: Prof.Dr. Bernhard Mutschler

Prof. Dr. Bernhard Mutschler hat Evangelische Theologie, Gräzistik und Religionswissenschaft unter anderem in Tübingen, Jerusalem, Heidelberg und Wien studiert. Nach seinem Studium leitete Prof. Dr. Mutschler ein Studienjahr in Jerusalem. Er war mehrere Jahre im Pfarramt. Promotion und Habilitation erfolgten in Heidelberg in den Fächern Neues Testament und Ältere Kirchengeschichte/Patristik.
Seit 2008 lehrt er an der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg als Professor für Biblische Theologie/Gemeindediakonie. Zugleich leitet er die Fachgruppe und den Studiengang BA Religionspädagogik/Gemeindepädagogik. Zu seinen Schwerpunkten zählen biblische Aspekte des Menschseins und des pädagogischen, diakonischen und sozialen Handelns. Er ist Autor mehrerer Bücher und zahlreicher Aufsätze. Prof. Mutschler lehrt außerdem am Diakoniewissenschaftlichen Institut der Ruprecht- Karls-Universität Heidelberg.

Ablauf:

An Freitagnachmittag und -abend wird uns Prof. Dr. Bernhard Mutschler in die Theologie des Hiobbuches mit hineinnehmen und eine Einordnung der Theodizeefrage anbieten. Einen Seitenblick werden wir auf die Figur des Teufels und auf das eigene Scheitern und Misslingen werfen. Am Samstagvormittag werden wir uns mit der praktischen Umsetzung des Themas Hiob und Theodizee im Religionsunterricht beschäftigen. Dafür arbeiten wir in zwei Workshops getrennt nach Schularten – Grund- & Sekundarschule – weiter.

Freitag
14:30 Uhr  Anreise/Kaffee
15:00 Uhr  Begrüßung
15:15 Uhr  Vortrag Prof. Dr. Bernhard Mutschler (Teil 1)
Hiob - der Mensch im Leid
    Überblick, Person Hiob, Einheit des Hiobbuches, Gottes Gerechtigkeit, Antwortmöglichkeiten
18:15 Uhr  Abendessen
19:15 Uhr  Vortrag Prof. Dr. Bernhard Mutschler (Teil 2)
    Entstehung des Teufels, Scheitern und Misslingen
20:45 Uhr  Gemütliches Beisammensein
Samstag
8:00 Uhr  Morgenandacht / Frühstück
9:00 Uhr  Workshop (Teil 1)
    Hiob in der Grundschule (Karin Hank)
    Hiob in der Sek I (Thomas Schmitz)
10:45 Uhr Workshop (Teil 2)
    (s. oben)
12:15 Uhr  Rückblick und Feedback
12:30 Uhr  Mittagessen
Ende der Tagung

Teilnahmegebühr: 10 €

Bitte beachten Sie, dass Sie bei der Anmeldung Ihren Zimmerwunsch und Ihre Essenswünsche angeben.

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